Technische Fragen und Antworten

Ist die Nutzung von GPS kostenlos? (Versch. Szenarien)

In diesem Artikel sehen wir uns die Kosten für GPS an: Ist es wirklich kostenlos oder gibt es versteckte Kosten irgendwo?

Das Auffangen und verarbeiten des GPS Signals ist kostenlos. Wer diese Daten allerdings vernünftig verwenden möchte, kommt um weitere Kosten in der Regel nicht drumherum (sofern nicht bereits ein Smartphone vorhanden ist) Die Nutzung von GPS ist entsprechend kostenlos.

Was kostet GPS?

Wie bereits in der Einleitung gesagt: Das eigentliche GPS Signal ist kostenlos empfangbar. Allerdings gilt hier das selbe Prinzip wie beim Radio: Theoretisch kann man die entsprechenden Signale kostenlos empfangen – doch ohne entsprechendes (kostenpflichtiges) Gerät wird das eher schwierig.

Insofern kostet GPS in dem Sinne etwas, dass ein Empfänger benötigt wird. Je nach Nutzen des Empfängers können monatliche Kosten anfallen. Wer einen “einfachen” GPS Empfänger für die Wanderung kauft, der hat keine monatliche Kosten. (üblicherweise, Allerdings nehmen einige Anbieter monatliche Gebühren für neuere Kartenmaterialien)

Wer ein Smartphon sein eigen nennt, kann natürlich das GPS auch kostenlos nutzen. Doch bei einem solchen modernen Telefon finden sich viele Funktionen auf dem Gerät, die monatlich Geld kosten. Beispielsweise wird die Live-Karte bei einem Android-Telefon durch das Internet geladen. Daher können Gebühren für das Internet oder die generelle Telefonierfunktion (damit der Zugriff auf die Dienste überhaupt möglich ist) anfallen.

Was kostet das Navigieren mit dem Handy?

Die Frage nach den Kosten für das Navigieren mit dem Handy muss mit einem klaren: Es kommt drauf an beantwortet werden. Es kommt darauf an, welche App verwendet wird und welche Verträge mit dem Mobilfunk-Anbieter ausgemacht sind.

Wer ein Android-Handy sein eigen nennt, der kann Google Maps kostenlos verwenden. Es fallen keine kosten für die Nutzung von Google Maps (bzw Google Navigation) an – auf der Seite von Google. Allerdings müssen Daten aus dem Internet geladen werden und dies benötigt eine bestehende Internetverbindung mit dem Handy. Hier ist ein Vertrag mit mindestens 5 GB (für einzelne Fahrten) ausreichend. Diese fangen ab 10€ an.

Für iPhones gilt ähnliches, nur heißt hier die entsprechende App “Navigation”.

Es gibt bestimmte Anbieter, die ihre Navigations-Dienste auf das Handy übertragen;- wie zum Beispiel TomTom. Diese können monatliche Kosten aufweisen, die sehr unterschiedlich sind. Daher sind die “üblichen” Navigationsmöglichkeiten, die auch noch kostenlos sind, direkt im Handy integriert und kosten nichts weiter, als die bestehenden Unterhaltskosten des Handys.

Ist das Navi von Google Maps kostenlos?

Das Navi von Google Maps ist an sich kostenlos. Es gelten weiterhin die entsprechenden bereits beschriebenen Einschränkungen. Es gibt auch keine Pro-Version oder ähnliches. Google bietet diesen dienst für alle Android Nutzern mit passender Hardware kostenlos an.

Allerdings gibt es einige Menschen, die sagen, dass die Benutzer von Google Maps mit ihren Daten zahlen, die direkt an Google in den USA versendet werden. In diesem Fall muss man natürlich sagen: Das Navi von Google Maps kostet kein weiteres Geld, um diese zu verwenden.

Also: Was kostet Navigieren mit Google Maps? Nichts, sofern man die herausgeben von persönlichen Daten nicht als Kostenfaktor ansieht.

Wie bezahlt man die Nutzung von GPS?

Man muss nicht für die Nutzung von GPS bezahlen, wenn man eine private Person ist. Dies ist ein Dienst, der von vielen Staaten kostenlos zur Verfügung gestellt und weltweit funktioniert. Aber wie man oben lesen kann, benötigt man Drittanbieter, die man bezahlt, um bestimmte Dienste in Verbindung mit GPS verwenden zu können. Daher ist die Bezahlung für die Nutzung von entsprechenden Anbietern abhängig. Jeder kann da seine Möglichkeit wählen, wie man für die Dienste zahlt.

Übliche Methoden sind:

  • Bankeinzug
  • Paypal
  • Google Pay
  • Vorkasse
  • via Gutscheincodes

Wer zahlt für GPS?

Nun stellt sich die Frage: Wenn die Benutzer nicht für die Verwendung direkt bezahlen – wie kommen dann die ganzen Satelliten in den Weltraum, damit das System überhaupt funktioniert? Wie so oft zahlt hier das US Militär.

Ursprünglich wurde das GPS-System für den militärischen Einsatz geplant und eingesetzt. Bis Bill Clinton die genaueren Daten frei gab, konnten die ersten GPS Empfänger “nur” auf 50 Meter genau sein. Das letzte sagen haben demnach die Amerikaner und haben auch die Macht über die meisten Satelliten.

Es ist bekannt, dass nicht alle GPS-Satelliten vom US-Militär stammen, sondern von der Staatengemeinschaft eingesetzt wurden. Wer da allerdings die Finger im Spiel hat, ist schwer zu sagen. Da es sich auch um militärische Sachen handelt, werde ich hier keine Spekulation anstellen.

Übrigens: Wer sich unwohl fühlt so stark auf die Amis angewiesen zu sein, der sollte auf GLONASS wechseln – dies wird komplett von der EU finanziert (und hat im Grunde die selben Verwendungsbedinungen wie GPS)